Im Warteland

11. Juli 2011

Geduldig sein in Belarus...

Silver Labrador Jackson doest im Auto

So habe ich meist meine Zeit im Auto verbracht

Wir waren Ende Juni/Anfang Juli mal wieder in Weißrussland bei Yuliyas Mama. Ächz, war das eine lange PKW-Anreise dieses Mal. Über 31 Stunden hat die Fahrt bis Orscha gedauert, wovon wir elfeinhalb Stunden an der Grenze Polen – Belarus (Terespol/Brest) verbringen mussten. Unfassbar, wieviele Weißrussen noch vor dem ersten Juli Autos in die Heimat einführen wollten, weil ab diesem Stichtag dann der Einfuhrzoll erheblich angehoben wurde. Glücklicherweise durfte ich die ganze Fahrt auf der Rücksitzbank verbringen, weil der Kofferraum voll war. So habe ich es mir dort also leidlich gemütlich gemacht, vor mich hingedöst und auf eine der vielen Pausen gewartet, die wir immer wieder eingelegt haben. Irgendwann sind wir dann auch bei Yuliyas Mama angekommen und alle drei waren wir natürlich schlagkaputt. Die nächsten Tage sahen im Ablauf eigentlich alle sehr ähnlich aus: Morgens sind wir Gassi bis zum Dnjepr gegangen, nach dem Frühstück mussten wir meist irgendwo hinfahren, wobei Yuliya die ganzen Wege erledigt hat, während Uwe und ich im Auto gewartet haben…und gewartet haben…und noch länger gewartet haben. Uwes Registrierung bei der Miliz in Orscha z.B. hat über drei Stunden gedauert…..Naja, meist haben wir es uns im Auto gemütlich gemacht oder haben uns ein wenig die Pfoten währenddessen verteten. Irgendwie ist mir dabei aufgefallen, dass allem Anschein nach sehr viele Menschen dort ein bisschen Angst vor mir haben.

Silver Labrador Jackson uebt sich in Belarus in Geduld

Vor der Miliz in Orscha

Hierzulande werde ich meist herzlich begrüßt und ob meiner schicken Fellfarbe gelobt, dortzulande schauen mich die Menschen eher kritisch, ja gar ein wenig ängstlich, an und versuchen mir aus dem Weg zu gehen. Dabei bin ich doch so ein lieber, süßer Hund….Aber vielleicht kann ich das auch irgendwie verstehen, schließlich werden die meisten Hunde in Orscha als Wachhunde auf den Grundstücken eingesetzt und knurren und bellen alles und jeden an, der auf der Straße vorbeigeht. Ganz besonders gerne übrigens mich. Es gibt aber auch Hunde, die nicht nur bellen, sondern auch beißen – leider musste ich das am vorletzten Tag unseres Besuchs am eigenen Leib erfahren, als mich dieser große, braune, unfreundliche Hund mit den scharfen Zähnen am Ufer des Dnjeprs in die Mangel genommen hat. Puh, wenn der Uwe nicht im letzten Moment heldenmutig eingeschritten wären – ich weiß nicht, ob ich euch diese Erlebnisse hier noch hätte schildern können. Alles in allem aber hatte ich eine gute (Warte-) Zeit in Belarus.

 

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